Energieberatertreffen der EAN mit neuem Thema

Speichermöglichkeiten für Solarstrom

 

Neckar-Odenwald-Kreis/Mosbach  Die Nutzung des durch die eigene Photovoltaik-anlage produzierten Stroms ist an für sich heute schon lohnender als die reine Einspeisung. Eine möglichst hohe Eigenverbrauchs-quote ist ein Stück Un-abhängigkeit von steigenden Strompreisen. Ob es Sinn macht schon heute im Ein- und Zweifamilienhaus in Stromspeichersysteme zu investieren oder nicht, war eine zentrale Frage des Energieberatertreffens, welches die EnergieAgentur des Neckar-Odenwald-Kreises (ean) nun schon zum 14. Mal durchgeführt hat. Zahlreiche Teilnehmer – Energieberater, Ingenieure, Handwerker, Architekten und Schornsteinfeger – waren der Einladung nach Buchen gefolgt.

Unter dem Titel „Speicherung von Solarstrom: Möglichkeiten und Entwicklung" wurden durch den Referenten Herr Stefan Oexle, Geschäftsführer der Firma Enerquinn GmbH aus Weingarten,  die Grundlagen, Arten von Speichersystemen, Einsatzspektren und Wirtschaftlichkeiten betrachtet. Ausgehend von weiteren Strompreissteigerungen werden sich Speichersysteme desto schneller lohnen, je höher die Strompreise steigen. Zeitgleich haben sich die Modulpreise für Photovoltaikanlagen schneller verringert als prognostiziert. Der Punkt, an dem die Kosten der Photovoltaikeinspeisung kleiner sind bzw. dem Strombezugspreis entsprechen („grid-parity“), sei je nach Statistik nicht mehr allzu fern. Die Rede war von zwei bis vier Jahren. Bei einer zusätzlichen ökologischen Betrachtungsweise allerdings wären solche Anlagen bei bestimmten Randbedingungen schon heute lohnenswert. 

Darüber hinaus habe eine Greenpeacestudie ergeben, dass sich bei einem Einfamilienhaus mit einer Stromspeicherkapazität von 4-5 kWh ein Deckungsgrad von 60% des Stromverbrauches durch Solarstrom erreichen lasse. Ohne Speicher seien maximal 30% erreichbar. Für diese Größen seien Blei- oder Litium-Ionen Batterien die derzeit gängigsten Systeme. Mitte der 1990’er Jahre habe der Referent die Hoffnung gehabt, dass die Technik der Bleibatterien im neuen Jahrtausend überwunden sei. Dennoch sind die Bleibatterien heute noch auf dem Markt.
Seine  interessanten Ausführungen schloss der Referent mit der Feststellung, dass die Stromkonsumenten künftig nur mittels einer Eigenverbrauchsdeckung durch Solarstrom, am besten noch in Kombination mit Stromspeichermöglichkeiten, den steigenden Stromkosten einigermaßen gelassen entgegen sehen können.
Zahlreiche Fragen und eine rege Diskussion schlossen sich an den Vortrag an.
Der nächste Energieberatertreff ist für Dienstag, 18.September 2012, turnusgemäß wieder in Mosbach geplant. Das Thema des Treffs wird rechtzeitig über die Presse und Internet bekannt gegeben. Um eine Rückmeldung unter Telefon 06281/906880 oder unter uwe.ristl@eanok.de wird gebeten.

 

 

 

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