Aktionstage im Kindergarten St. Odilia

Klimaschutz fängt bei den Kleinsten an.

 

Hettingen. „Alles was wächst und lebt auf Gottes Welt, ist wert, dass man es erhält“ war das Jahresthema des Kindergartens St. Odilia in Hettingen. In diesem Rahmen haben sich die Kinder zunächst intensiv mit Müll und Müllver-wertung beschäftigt – auch ein Besuch bei der AWN in Buchen mit kinderge-rechten Führungen gehörten dazu – bevor sie sich der Energie zuwandten. Traurige Aktualität bekam dieses Thema im Frühjahr 2011 durch die Katastrophe in Fukushima. Umso wichtiger war den Kindern dann auch die Beschäftigung mit erneuerbaren Energien. Hier klinkte sich die Energieagentur Neckar-Odenwald-Kreis (ean) mit ihrem Geschäftsführer Uwe Ristl ein, der zum einen den Kontakt zur AWN herstellte und zum anderen die Energietage entwickelte. Nachdem sich vor allem die größeren Kinder mit den hettinger Windrädern, mit Solarenergie auf den Dächern und bei einem Besuch im Freilandmuseum in Gottersdorf mit der Frage beschäftigt hatten, wie man früher ohne Strom, Öl und Gas gelebt hat, standen als Abschluss „Energietage“ im Kindergarten an. Ristl, die Kindergartenleiterin Edeltrud Mackert und die Erzieherinnen nutzten die ganz natürliche Begeisterung und Neugierde der Kinder, um mit einfachen Experimenten Fragen nachzugehen wie: Was ist Energie? Wie wird Energie sichtbar? Wie wird sie erzeugt? Was ist Magnetismus? Dazu hatte Uwe Ristl vier verschiedene Stationen aufgebaut, an denen die Kinder im Rotationsverfahren durchwechselten. An drei Vormittagen war jeweils eine Kindergartengruppe an der Reihe. Rund 75 Drei- bis Sechs-jährige haben sich mit dem Thema Energie auseinander gesetzt. Gearbeitet wurde mit einer Dynamotaschenlampe, mit einer Dampfmaschine, mit Solar-zellen und mit einem Solarofen. Aber auch ganz einfache Dinge kamen zum Einsatz: Die statische Aufladung wurde beispielsweise mit einem Kamm oder mit Luftballons demonstriert. Staunen, sich fragen und vor allem selbst machen und ausprobieren stand bei der Arbeit mit den Kindern im Mittelpunkt. Höhepunkt war dann jeweils das gemeinsame Essen. Die heiße Wurst, die in einem Solarkocher klimaschonend erhitzt wurde, schmeckte allen. „Sogar besser als zuhause“, war das übereinstimmende Urteil. Das eigentliche Ziel allerdings war, die Kinder auch schon im Kindergartenalter für den Umgang mit Energie zu sensibilisieren. Ein Beispiel, das nach der Vorstellung des Geschäfts-führers Schule machen sollte. Wer Fragen zum Projekt hat oder ein ähnliches Projekt durchführen möchte, kann sich an Uwe Ristl wenden, Telefon 06281 / 906-880, E-Mail info@eanok.de.

 

Dass das Lämpchen brennt ist eine Sache; warum es brennt eine andere: Bei den von der Energieagentur Neckar-Odenwald-Kreis organisierten  „Energietagen“ im Hettinger Kindergarten St. Odilia gingen die Kinder vielen Fragen rund um Energie auf den Grund.

 

Freude und Spaß standen neben Ausprobieren und Staunen im Vordergrund der Aktion Erlebnis Energie.

 

Jedes Kind bekam ein themenbezogenes Lernmalbuch.

Forschen macht hungrig. Mit dem Solarkocher schmeckt die Wurst besonders gut.

Die Kinder der Drachengruppe.

 

 

   

 

  

 

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