Energiesparen und Klimaschutz in der Gastronomie

Seminar am 03.03.2010

Neckar-Odenwald-Kreis/Neckarzimmern. Energiesparen war einmal mehr das Thema der Energie-Agentur des Neckar-Odenwald-Kreises (EAN), deren Geschäftsführer Uwe Ristl schon zum zweiten Mal speziell Gastronomen zu einem entsprechenden Seminar eingeladen hat. Veranstaltungsort war das Hotel-Restaurant Burg Hornberg und immerhin 16 Teilnehmer – überwiegend aus  dem Kreis, aber auch aus Mannheim, Wiesloch und Bad Krozingen – nahmen dieses kostenlose Angebot an, um sich über Einsparpotenziale gerade in gastronomischen Betrieben zu informieren, die sich sehr positiv in der Bilanz eines entsprechenden Betriebes bemerkbar machen können.

Hausherr Marcus Freiherr von Gemmingen-Hornberg, als Gastronom selber an den Seminarinhalten interessiert, begrüßte die Gäste, bevor Landrat Dr. Achim Brötel ein kurzes Grußwort sprach: „Energiesparen nutzt dem Geldbeutel und dem Klima. Ich bin überzeugt, dass eine klimafreundliche Zukunft machbar ist. Sie alle hier sind bereit, erste Schritte zu tun.“

Begrüßung der Teilnehmer und Referenten durch den Hausherrn Freiherr Marcus von Gemmingen und Hornberg, Landrat Dr. Brötel  und Dipl.-Ing. Uwe Ristl von der Energieagentur NOK

Auch Paul Berberich, Vorsitzender der DEHOGA Kreisstelle Neckar-Odenwald und Mitveranstalter, freute sich über das Interesse und gab das Wort an Hotelier Klaus Günther Wiesler vom Seehotel Wiesler am Titisee. Seine Empfehlung war, dass man sich zuerst  einen Überblick über seine Verbräuche (Gas, Wasser, Strom) verschaffen sollte. Dies sei Voraussetzung für sinnvolle Maßnahmen. Weiterhin gab er Tipps aus der Praxis, speziell zum Thema Wasser- oder Stromverbrauch. So stehen in seinem Hotel seit geraumer Zeit statt der alten Fernsehgeräte PC-Monitore – die wie Flachbildschirme aussehen und vor allem weniger Strom verbrauchen. Nach eigenem Bekunden spart der Hotelier durch entsprechende Maßnahmen rund 40.000,- Euro jährlich an Wasser- und Energiekosten.

Auch der zweite Referent Prof. Dr.-Ing. Martin Becker von der Hochschule Biberach betonte: Die Basis für ein effizientes Energiemanagement ist die Messtechnik, also die Beantwortung der Frage „was verbrauche ich wann und wo?“. Ein „aktives Energiemanagement“ mit einfachen Maßnahmen und verändertem Nutzerverhalten ermögliche zwischen 5-20 Prozent Ersparnis. Auch bei den Kühlzellen, Kälteaggregaten oder auch Minibars gebe es ein großes Einsparpotenzial, außerdem in der Anlagentechnik. Entsprechende „intelligente“ Steuerungsgeräte zur Regelung von Kälteanlagen wurden vorgestellt. Damit sei eine bedarfsgerechte Steuerung und letztlich  Stromersparnisse von 25- 40 % möglich.

Dipl.-Ing. Wolfgang Striewe vom Fraunhofer Institut für solare Energiesysteme ISE befasste sich im Anschluss mit den Möglichkeiten von solarthermischen Anlagen und gab eine Übersicht über die Kollektorarten, Anlagevarianten und Förderungsmöglichkeiten. Selbst die Kaffeepause verlief nicht ungenutzt: dabei wurde anschaulich die Leuchtkraft und die energetischen Vorteile von LED-Beleuchtungstechnik vorgestellt.

Interessiertes Zuhören der Teilnehmer bei den einzelnen Vorträgen

Hotelier Bertram Späth vom Best Western Hotel Victoria aus Freiburg schließlich berichtete ebenfalls aus der Praxis. Der Gewinner des Umweltpreises Baden Württemberg 2008 hat Energiesparen und Umweltschutz schon in den 80iger Jahren zur Chefsache erklärt: „Damals bedeutete Umweltschutz noch nicht viel mehr als schrumplige Äpfel und Jutetaschen. Aber ich habe meinen Weg gemacht, konsequent Maßnahmen umgesetzt und damit viel Geld gespart. Und die Umwelt geschont. Das kommt auch bei den Gästen an“.

Die Teilnehmer jedenfalls zeigten sich sehr zufrieden und konnten sehr viele neue Anregungen mitnehmen, die sie auch im eigenen Betrieb anwenden und umsetzen können.

Kontakte und weitere Infos erhalten Sie bei der Energieagentur NOK Tel: 06281/906880 oder unter E-Mail  info@eanok.de.

 

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