Seminar "Energiesparen und Klimaschutz in der Gastronomie"

Neckar-Odenwald-Kreis/Walldürn-Reinhardsachsen. Angesichts hoher Energiekosten denken viele über Einsparmaßnahmen nach. Gerade auch in der Gastronomie, die besonders energieintensiv ist. Immerhin  23 Selbständige aus dem Bereich Gastronomie/Hotellerie haben sich nicht aufs Nachdenken beschränkt, sondern haben ihren Überlegungen auch gleich die Anmeldung zum Seminar „Energiesparen und Klimaschutz in der Gastronomie“  folgen lassen.

Mit gutem Erfolg, wie sie später Uwe Ristl von der EnergieAgentur des Neckar-Odenwald-Kreises versicherten. Er hatte das Seminar in Zusammenarbeit mit dem Hotel- und Gaststättenverband Dehoga organisiert und im Hotel „Frankenbrunnen“ in Walldürn-Reinhardsachsen durchgeführt.

Zum Ziel hatte man sich zweierlei gesetzt: Zum einen sollten den Gastronomen relativ einfache Möglichkeiten der Energieeinsparung ohne große investive Maßnahmen aufgezeigt werden, zum anderen wollte man über die technischen Möglichkeiten speziell in der Heizungs-  und Warmwasserversorgung informieren. Verschiedene Referenten nahmen sich dieser Themen an, unter anderen Dr. Sven Eckhard von der Dehoga Energieberatung. Nach seinen Erfahrungen seien rund 75 Prozent aller Heizungsanlagen „schlecht“ eingestellt. „Wenn die Verantwortlichen hier mehr aufpassen würden, simple Regeln zum Beispiel beim Lüften beachteten, ihre alten energiefressenden Elektrogeräte wie Uralt-Kühltruhen durch moderne Geräte ersetzen und Energiesparlampen benutzen würden, könnten sie bis zu 30 Prozent Energie einsparen“, so der Fachmann.

Später wurde auch auf Vor- und Nachteile von Blockheizkraftwerken und Biomasseheizanlagen für die Gastronomie eingegangen, bevor Hotelier Wiesler vom Seehotel Wiesler aus dem Schwarzwald aus der Praxis erzählte. Seine Zahlen beeindruckten: Kosten von früher bis zu 35000 Euro für Heizöl hat er dank einer Hackschnitzelheizanlage auf rund 9000 Euro für Hackschnitzel drücken können. Flankierende energetische Maßnahmen halfen ihm, den gesamten Energieverbrauch seines Hotels ganz erheblich zu senken.

Und auch Wasser – Hotels haben einen enormen Wasserverbrauch – wird sehr viel sinnvoller und bewusster genutzt: die Wasserrechnungen für das Seehotel Wiesler betragen rund 11.000 Euro weniger als noch vor Jahren, betonte der Hotelier.

Auch Landrat Dr. Achim Brötel, der die Teilnehmer am Morgen begrüßt hatte, freute sich über das rege Interesse, das sich später auch in lebhaften Diskussionen äußerte „Der sinnvolle Umgang mit Energie ist und bleibt ein ganz wichtiges Zukunftsthema.“

 

Viel gelernt haben 23 Gastronomen und Hoteliers, die der Einladung der Energieagentur des Landkreises und der Dehoga gefolgt sind und in Walldürn-Reinhardsachsen am Seminar „Energiesparen und Klimaschutz in der Gastronomie“ teilgenommen haben.

 

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